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Zurück zu den Wurzeln

Saatgut Anzucht

Der Frühling ist da, die Temperaturen steigen allmählich und es ist Zeit, sich um die Anzucht des Saatguts zu kümmern.

Tomaten und Pepperoni

Altes Saatgut sollte man zuvor auf seine Keimfähigkeit prüfen.

Bei dem neuen Saatgut versuche ich überwiegend alte Gemüsesorten zu kaufen und kein Hybridsaatgut zu verwenden.

Dies hat den Vorteil, dass ich später auch selbst Saatgut gewinnen kann.

Mein Saatgut kaufe ich am liebsten bei Dreschflegel.

Der Zeitvorsprung

Wer sein Saatgut vorzieht, kann seinen Gemüsepflanzen einen Zeitvorteil verschaffen. Während es im Februar und März noch zu kalt ist, um das Saatgut Draußen zum Keimen zu bringen, lassen sich Mit Licht und Wärme, z.B. Auf der Fensterbank bereits die ersten Gemüsepflänzchen anziehen.

Dies hat den Vorteil, dass die Pflanzen dann, sobald die Temperaturen steigen und Nachtfröste nicht mehr zu erwarten sind, in die dafür vorgesehen Beete gepflanzt werden können und so bereits einen Zeitvorsprung von vier bis acht Wochen gegenüber der Direktsaat haben.

Licht und Wärme

Für die erfolgreiche Saatgut Anzucht benötigen die Pflanzen ausreichend Licht und Wärme.

Hierzu eignet sich zum einen die Fensterbank in einem beheizten Zimmer.

Wer aber nichts dem Zufall überlassen will, der kann sich auch eine

Heizmatte

und künstliches Licht

kaufen und somit das Wachstum der Jungpflanzen besser planen und regulieren.

Welche Pflanzen kann ich vorziehen?

Grundsätzlich lassen sich so ziemlich alle Gemüsepflanzen vorziehen.

Viel mehr muss man sich vermutlich nach dem eigenen Bedarf und auch dem zur Verfügung stehenden Platz auf den Fensterbänken richten.

Folgende Pflanzen habe ich bereits erfolgreich in Mini-Gewächshäusern vorgezogen:

  • Porree
  • Mais
  • Tomaten
  • Paprika
  • Pepperoni
  • Gurken
  • Sellerie
  • Knollenfenchel
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Rotkohl
  • uvm.

Der richtige Zeitpunkt

Um den richtigen Zeitpunkt für die Anzucht des Saatguts herauszufinden gibt es verschiedene Methoden:

Am einfachsten ist es sicherlich, sich an die Hinweise auf den Verpackungen zu halten.

Hierzu noch ein Tipp: Sät nicht alle Samen zum gleichen Zeitpunkt aus, sondern über mehrere Tage und Wochen verteilt.

So reift Euer Gemüse nach und nach und ihr müsst nicht 100 Kohlrabi an einem Tag essen 😉

Einen weiteren Weg habe ich aus dem Buch Mini Farming von Bret L. Markham.

Hier werden anhand von Beispielen verschiedene Zeitpunkte für die Anzucht von Saatgut errechnet.

Markham nutzt hierfür die Daten aus seinem Tagebuch, um herauszufinden, wann im letzten Jahr der erste und letzte Frosttag war und errechnen von diesen Tagen an, den richtigen Zeitpunkt von der Anzucht bis zum Auspflanzen.

Tagebuch führen

Für seinen Gemüsegarten sollte man also ein Tagebuch führen. In diesem kann man dann immer wieder nachlesen welches Wetter an welchem Tag war, welches Gemüse besonders gut oder besonders schlecht gelaufen ist und vieles mehr.

Mein Fazit

Auch wenn ich persönlich noch ganz am Anfang meines ertragreichen Gemüsegartens stehe, so merke ich immer wieder wie wichtig es ist, hier bei uns im hohen Norden bestimmtes Saatgut vorzuziehen.

Hierdurch wird es bei manchen Pflanzen überhaupt erst möglich, dass es bis zur Reife wachsen kann, bevor die Temperaturen wieder fallen.

Auf der anderen Seite ist das Führen eines Tagebuchs wirklich sinnvoll.

Es gibt so viele Dinge, die man kennen und beachten kann und sollte.

Vieles ist bereits bekannt und kann im Internet oder in Büchern nachgelesen werden, aber das Schreiben im eigenen Tagebuch hilft mir persönlich dabei sich die ganzen Informationen überhaupt erst merken zu können.

Darüber hinaus gibt es in jedem Garten auch individuelle Faktoren, die eben jeder nur persönlich herausfinden kann.

Altes Saatgut auf Keimfähigkeit prüfen

Der Frühling beginnt und damit auch die Zeit der An- und Aussaat. Wenn Du noch altes Saatgut auf Lager hast aber nicht weißt, ob es noch keimt, hilft Dir vielleicht die Keimprobe.

Saatgut

Keimprobe – So gehst Du vor

Im Hobbyanbau kommt es immer wieder vor, dass man nicht alle Samen aus einer Saatgutpackung benötigt. Somit hat man unter Umständen in seinem Lager noch Saatgut aus dem Vorjahr oder sogar noch ältere Samen.

Bei diesem Saatgut kannst Du nun mittels Keimprobe ermitteln, ob sich eine Aussaat lohnt.

Hierzu nimmst du eine Schüssel, Schale oder Untertasse und legst darauf ein Stück Küchenkrepp oder beispielsweise Watte.

Dieses tränkst Du nun mit Wasser.

Von Deinem Saatgut nimmst Du nun 10 Samen und verteilst diese gleichmäßig auf dem Küchenkrepp.

Die so vorbereitete Keimprobe stellst Du an einen hellen, warmen Standort im Haus.

Achte darauf, dass das Krepp nicht austrocknet.

Das Keimen kann, je nach Sorte, einige Tage bis Wochen dauern.

Nun kannst Du beobachten wie vielen Samenkörner zu keimen beginnen und hast einen Anhaltspunkt, wie keimfähig Dein Saatgut noch ist.

Wenn nur ein bis zwei von zehn Samenkörnern gekeimt haben, solltest Du lieber neues Saatgut kaufen.

Neues Saatgut bekommst Du beispielsweise hier:

oder hier:

Dreschflegel Saatgut

Wenn Dein Saatgut noch keimfähig ist, kannst Du nun mit der Voranzucht beginnen.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren und Nachmachen!

Frohe Ostern

Heute bekommt Ihr einen kleinen Ostergruß von unseren Hängebauchschweinen und griechischen Landschildkröten – ganz kurz und knapp.

Ostergruß

Wir wünschen allen Frohe Ostern!

Bleibt gesund!

Tiefkulturbeet anlegen

Im heutigen Beitrag beschreibe ich, wie wir ein Tiefkulturbeet anlegen.

Was ein Tiefkulturbeet ist und wie es angelegt wird, erkläre ich Dir hier.

Was ist ein Tiefkulturbeet?

Das sagt Wikipedia dazu: Tiefkulturbeet

Es handelt sich also um ein Beet, welches zwei Spatenstiche tief umgegraben und mit reifem Mist oder Kompost angereichert wird.

Die zweite Reihe

Tiefkulturbeet anlegen – aber wie?

  1. Zunächst einmal markieren wir uns den Bereich in welchem wir das Beet anlegen wollen.
  2. Dann beginnen wir mit der ersten Reihe, indem wir erst die Grasnarbe abtragen und zum Ende unseres späteren Beets transportieren. Das selbe machen wir auch mit dem Erdaushub der ersten Reihe. Anschließend geben wir eine Schicht Mist oder Kompost und den Graben.
Erdaushub wird ans Ende des Beetes transportiert
  1. Dann geht es an die zweite Reihe. Auch hier entfernen wir die Grasnarbe und legen diese verkehrt herum in den ersten Graben.
  2. Dann heben wir den zweiten Graben aus und geben die Erde hieraus in den ersten Graben.
Graben 1 mit Kompost
Graben 2 – der Erdaushub wird in Graben 1 gegeben

So verfahren wir weiter bis wir am Ende unseres Beetes angelangt sind.

Den letzten Graben füllen wir dann mit der Grasnarbe und dem Erdreich aus dem ersten Graben auf.

Abschließend wird alles geharkt, um ein feines Saatbeet zu bekommen.

Ich habe diese Methode erstmals im Buch „Minifarming“ gelesen.

Wie machst Du es?

Legst Du Deine neuen Beete auch nach dieser Methode an oder wie machst Du es? Ich freue mich über Deinen Kommentar!

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Selbstversorgung in Zeiten von Corona

Täglich häufen sich die Meldung zum Thema Corona. Unser gewohntes gesellschaftliches Leben kommt fast komplett zum Erliegen und die Sorgen und Ängste häufen sich.

Wie kann man in dieser Zeit über Selbstversorgung nachdenken fragst Du Dich?

Die aktuelle Krise zeigt wie anfällig das System ist

Bereits vor der Corona Pandemie gab es viel besorgnis erregende Berichterstattung . Tierleid und Tierseuchen waren wiederkehrende Schlagwörter, ebenso wie Müll, Klimawandel und vieles mehr.

Jetzt, wo viele Produktionszweige zeitweise lahmgelegt werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sehen wir wir anfällig unser Wirtschaftssystem doch ist.

Auf einmal ist es eben nicht mehr so selbstverständlich in den nächsten Supermarkt zu gehen und sich das zu kaufen was man gerade will.

Auf einmal kommt der weltweite Handel ins Stocken und wir müssen wieder selbst kreativ werden.

Nicht Hamstern aber Vorräte schaffen

Ich bin kein Hamster und gehöre auch nicht zu jenen, die heute 20 Pakete Klopapier Zuhause horten.

Genauso wenig bin ich ein sogenannter Prepper, der sich seinen eigenen Luftschutzbunker im Garten gebaut hat.

Ich interessiere mich aber schon lange für den Anbau eigener Lebensmittel, das Halten von Tieren und das konservieren der selbst eingefahrenen Ernte.

Vorräte wie Früher

Früher hat man seine Ernten eingefahren und die Lebensmittel so gelagert, dass sie möglichst lange haltbar waren.

Hierzu wurden beispielsweise Obst und Gemüse aber auch ganze Gerichte eingekocht und im WECK Glas im Keller gelagert.

Auch ich habe so einen WECK Automaten:

Darüber hinaus besitze ich noch einen alten Entsafter, den man auf den Herd stellt und durch Wasserdampf den Saft aus dem Obst herauskocht:

Die eigene Ernte hat einen Wert

Neben dem hohen Nährwert und hervorragendem Geschmack hat die eigene Ernte noch einen anderen Vorteil:

Was man selbst angepflanzt, gepflegt und geerntet hat ist viel wertvoller als die Massenware aus dem Supermarkt.

Hierdurch produziert man nicht nur viel weniger Müll, sondern geht auch viel sorgsamer mit den Lebensmitteln um. Anstatt zu entsorgen wird dann viel eher gelagert und konserviert.

Jede Krise kann auch etwas Gutes hervorbringen

So können wir aus dieser Krise lernen, dass wir nicht immer alles als selbstverständlich hinnehmen sollten und vielleicht schaffen wir es ja, ein klein wenig nachhaltiger zu leben.

Wie seht Ihr es?

Was ist Eure Meinung? Seid Ihr für oder gegen Vorratshaltung? Vielleicht ernährt Ihr Euch ja bereits größtenteils von eigenen Lebensmitteln?

Schreibt es mir in die Kommentare!

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Buchvorstellung Anni und Alois – Arm sind wir nicht

Zur Zeit hält sich die Arbeit im Garten noch in Grenzen und so möchte ich die Zeit nutzen und Euch das Buch „Anni und Alois – Arm sind wir nicht“ vorstellen.

Wie viele Dinge braucht der Mensch?

Dieses Buch befasst sich mit dem Leben Des Ehepaares Anni und Alois.

Beide wohnen auf einem alten Bauernhof im Bayerischen Wald. Hier haben sie weder eine Heizung noch ein Bad mit fließend warmen Wasser. Sie besitzen kein Auto und fahren auch nicht in den Urlaub.

Glücklich mit dem einfachen Leben

Das Ehepaar führt ein sehr einfaches und bescheidenes Leben. Die Kosten für Versicherung sowie gesetzliche Pflichtausgaben bestreiten sie über die kleine Rente, die Anni erhält.

Während des Lesens und Betrachtens der Bilder, die Fotograf Stefan Rosenboom geschossen hat, bekommt man einen Einblick in das einfache Leben des Ehepaares.

Keine Heizung, nur der Küchenofen, der für Wärme sorgt. Kein fließend warmes Wasser, dafür hofeigenes Quellwasser.

Trotzdem hat man während des Lesens nie den Eindruck, dass die Beiden unglücklich wären.

Stattdessen liest man immer wieder Annis Worte „Arm sind wir nicht.“

Selbstversorgung

Auf dem Hof bauen die Beiden eine Menge Obst und Gemüse an und halten zudem noch Hühner, Enten, Gänse und Fasane.

Im Haus befinden sich in diversen Räumen Kühltruhen und Kisten, in denen die Ernten gelagert werden.

Darüber hinaus baut Anni sogar Tabak für ihren Mann Alois an, da er so gerne raucht.

Ein Zubrot durch Obstbaumveredelung und Kurse

Die schmale Rente bessert Anni auf, indem sie Obstbäume veredelt und hierzu Kurse gibt. Darüber hinaus verkauft sie hin und wieder ein Huhn oder eine Gans.

Glücklich ohne Konsum

In unserer Welt der Medien und des Konsum wirkt es kaum vorstellbar ein solches Leben zu leben und trotzdem glücklich sein zu können.

Ist es doch oftmals eher so, dass wir bestrebt sind immer mehr zu verdienen und hierdurch auch immer mehr zu konsumieren.

Auf der anderen Seite wünschen sich aber auch immer mehr Menschen einen Gang runterschalten zu können. So arbeiten viele darauf hin, nicht bis 67 arbeiten zu müssen oder die Arbeit in Teilzeit ausführen zu können.

Da gibt es Frugalisten, die in möglichst kurzer Zeit durch extreme Minimierung ihrer Ausgaben möglichst viel Geld beiseite legen möchten, um von ihrem Ersparten oder den Zinsen und Dividenden leben zu können.

Fazit

Wenngleich das Leben von Anni und Alois sehr einfach wirkt und es vermutlich nicht viele Menschen geben wird, die ein solches Leben anstreben, so können wir uns von ihnen doch inspirieren lassen.

Es braucht nicht unendlich viele materielle Dinge, um glücklich sein zu können. Es muss nicht immer das Neueste von allem sein.

Fragen wir uns doch einmal, ob ich all die materiellen Dinge bräuchte, wenn nur ich sie sehen könnte und niemand anders eine Meinung dazu hätte.

Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen.

Du findest auch Beiträge über Anni und Alois auf Youtube:

https://www.bild.de/video/clip/bild-am-sonntag/leben-wie-vor-100-jahren-37975822.bild.html

Hochbeete auf Rasen anlegen

Das Jahr hat gerade erst begonnen und trotzdem lege ich bereits die ersten Hochbeete an.

Warum, weshalb und wieso? Das erfahrt Ihr hier.

Im Winter Temperaturen bis zu 10 Grad

Nun will ich hier keine Diskussion zum Klimawandel etc anstoßen, aber es ist tatsächlich etwas zu warm für diese Jahreszeit.

Am 23.12. sowie auch am 31.12.19 konnte ich bei unseren Bienenvölkern teilweise regen Flugbetrieb feststellen – von wegen Wintertraube.

Da ich bislang keine Fläche für Gemüsebeete habe, versuche ich also so früh wie möglich zu beginnen.

Rasen in Beete verwandeln

Für die Neuanlage unserer ersten Beete habe ich mich für das doppelte Umgraben und die Anlage von Hochbeeten entschieden.

Hierzu empfehle ich Euch das Buch Mini Farming von Brett L. Markham.

Schritt 1 – Beetfläche markieren

Zunächst markiere ich mir die Fläche des gewünschten Beetes mit Richtschnüren.

Ideal sind Beete von etwa 120-150cm Breite, da ich hier von beiden Seiten insgesamt die komplette Breite mit den Händen erreichen kann ohne auf das Beet treten zu müssen.

Die Länge wähle ich nach Bedürfnis und Gegebenheit.

Schritt 2 – Einen Graben ausheben

Nun hebe ich einen ersten Graben aus. Dieser ist etwa so breit wie mein Spatenblatt und so lang wie die Beetbreite.

Zuerst entferne ich hierzu die Grassoden und lagere sie am Ende des markierten Beetes.

Dann hebe ich einen Spaten tief Erde aus und lagere sie auf einem zweiten Platz am Ende des Beetes.

Schritt 3 – Kompost einbringen

Nun fülle ich eine etwa 5cm dicke Schicht reifen Kompost in den Graben.

Diesen kann man zusätzlich noch mit einer Grabegabel in den Boden einarbeiten.

Hier spricht man dann vom doppelten Umgraben.

Schritt 4 – Der nächste Graben wird ausgehoben

Nun steche ich die Grassoden des zweiten Grabens, direkt neben bzw hinter dem ersten Graben aus und lege diese mit der Rasenfläche nach unten in den ersten Graben.

Dann hebe ich auch den zweiten Graben etwa spatentief aus. Das Erdreich gebe ich nun in den vorigen Graben.

Von nun an werden die Schritte wiederholt bis ich am letzten Graben angekommen bin.

Schritt 6 – Beet fertigstellen

Um den letzten Graben zu füllen, gebe ich nach der Kompostgabe die Grassoden des ersten Grabens in den letzten Graben.

Zu guter Letzt gebe ich dann noch die übrige Erde in den letzten Graben.

Nun wird alles glatt geharkt und ist somit für die Aussaat vorbereitet.

Fazit

Das händische Umgraben ist zwar arbeitsintensiv, aber es lohnt sich. Ich habe so von vornherein ein fertiges Saatbeet und kann bereits in der ersten Saison mit dem Gärtnern beginnen.

Zudem ist diese Art der Beete bodenschonend, da ich sie nicht mehr betreten muss, sie halten die Feuchtigkeit besser als ein ebenes Beet und sie können mit wenig Aufwand und ohne Maschinen bearbeitet werden.

Über meine persönlichen Erfahrungen werde ich berichten!

In einem früheren Artikel habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob Selbstversorgung überhaupt möglich ist.

Den Artikel findet ihr hier: Selbstversorgung – Geht das?

Mit meinen Beeten möchte ich nun die ersten Versuche starten.

Rückblick 2019 – Vorschau 2020

Rückblick 2019

Das Jahr 2019 war bei uns ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Nachdem wir in den letzten Jahren bereits einige Erfahrungen mit verschiedenen Nutztieren sammeln konnten, haben wir uns 2019 zunächst von der Hühner- und Kaninchenhaltung verabschiedet.

Wir konnten den Tieren nicht so gerecht werden wie wir es wollten.

Dafür haben wir uns unseren lang ersehnten Traum einer Terrassenüberdachung erfüllt und nur das Nötigste im Garten gemacht.

Aus diesem Grund hab es 2019 auch keine nennenswerten Erträge, bis auf ein paar Äpfel, Pflaumen und Tomaten.

Vorschau 2020

Seit geraumer Zeit träume ich davon unseren Hof so zu bewirtschaften, dass er uns das ganze Jahr über mit Nahrung versorgt.

Hiermit würden wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Wir würden automatisch weniger Müll produzieren
  • Es gäbe wirklich frische und gesunde Nahrung, die nicht bereits tausende Kilometer per Schiff oder LKW zu uns geliefert wurde.
  • Die ganze Familie kann eine Menge über Tiere, Pflanzen, Ernährung und Konservierung lernen.
  • Wir können uns eine Oase für Mensch und Tier schaffen.

Im Jahr 2020 wollen wir deshalb ein paar alte Bäume und Büsche entfernen und neue Beete, Hecken und eine Streuobstwiese anlegen.

Die Weide soll zudem mehrfach unterteilt werden und wir planen diese wechselnd von Schweinen, Schafen und Geflügel zu beweiden.

Hierdurch wollen wir blühende Weiden schaffen, die Lebensraum für viele Insekten und Vögel sind.

Wir wünschen allen ein gesundes neues Jahr!

Erste Ergebnisse seht Ihr hier: Tiefkulturbeet anlegen

Nachhaltigkeit – Müllvermeidung

Im heutigen Beitrag möchte ich das Thema Müllvermeidung behandeln.

Alle 14 Tage fallen acht gelbe Säcke Müll an

Bisher habe ich die Säcke, die alle 14 Tage vor die Tür gestellt werden weder gezählt noch habe ich mir Gedanken darüber gemacht.

Dieses Mal war alles anders. Ich habe gezählt 5, 6, 7… 8 gelbe Säcke!!!

Nun könnte ich mich rausreden und sagen, dass die Säcke nie prall gefüllt sind und wir die Verpackungen auch nicht klein falten, aber das wäre eine miese Entschuldigung.

Wie können wir weniger Müll produzieren?

Bedingt durch unsere Lebensmittel- und Verpackungsgesetze findet man im Lebensmitteldiscounter nur sehr wenig unverpackte Lebensmittel.

Ebenso ist es Fleischereigeschäften oft nicht erlaubt, selbst mitgebrachte Aufbewahrungsmöglichkeiten zu füllen.

Auf Wochenmärkten kaufen

Eine, wie ich finde sehr gute Option ist es, hiesige Wochen- oder Bauernmärkte zu besuchen.

Hier werden zu einem Großteil regionale Produkte angeboten und das Verpackungsmaterial hält sich ebenfalls in Grenzen.

Gerade bei Obst und Gemüse können wir auf Plastikverpackung verzichten und die Ware in mitgebrachten Stoffbeuteln verstauen.

Unverpacktläden

Die hier angebotenen Produkte könnt Ihr in selbst mitgebrachten, wiederverwendbaren Gefäßen unterbringen.

Natürlich fällt für jeden Laden auch Verpackungsmüll an, sodass man meinen könnte, dass der Müll einfach nur verlagert wird. Tatsächlich wird aber für Großgebinde oft weniger Müll verbraucht, als für kleine Einzelmengen.

Darüber hinaus sind die meisten Ladenbesitzer stark darauf aus, die Ware von ihren Lieferanten so wenig verpackt wie nur möglich zu bekommen.

Leider machen die geltenden Lebensmittel- und Verpackungsgesetze manchmal einen Strich durch diese Bemühungen.

Hierzu kann ich auch den interessanten Artikel Wie viel Müll fällt bei Unverpackt-Läden an von wastelandrebel.com

Kaufen in Hofläden

In Hofläden bekommt Ihr überwiegend auf dem jeweiligen Hof oder zumindest regional erzeugte Produkte.

Das bedeutet, dass die Transportwege und auch die Verpackungsmengen bereits stark reduziert sind.

Hier bekommt Ihr auch Fleisch etc. Beispielsweise als gemischte Boxen zu einem bestimmten Kilopreis. Die Ware könnt Ihr sogar unverpackt, in Fleischkisten kaufen.

Müllvermeidung – Fazit

Müllvermeidung ist manchmal gar nicht so leicht.

Wichtig ist es, sich zunächst einmal mit der Thematik auseinanderzusetzen und bewusst einkaufen zu gehen.

So handhaben wir es nun auch. Darüber hinaus kaufen wir in Zukunft vermehrt auf dem Wochenmarkt sowie auch in einem Unverpacktladen.

Kleiner Tipp:

Manches, was in extra viel Plastik gewickelt ist, kann man auch leicht selbst herstellen – Nudeln zum Beispiel.

Wir werden Euch weiter über unsere Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Pflanze der Woche – Weißdorn

Kennt Ihr den Weißdorn?

Nur all zu oft habe ich keinen blassen Schimmer, was in unserem Garten und in der Landschaft wächst, ob man es essen kann usw.

Das soll sich mit der Kategorie „Pflanze der Woche“ nun ändern. Jede Woche suche ich eine neue Pflanze, recherchiere um welche Pflanze es sich handelt und wie sie evtl. für den Selbstversorger nutzbar ist.

Den heutigen Beitrag widme ich dem Weißdorn.

Weißdorn

Hierbei handelt es sich um Sträucher aus der Gattung der Kernobstgewächse innerhalb der Familie der Rosengewächse.

Beschreibung

In unserem Garten kommt der Weißdorn als strauchiger Baum vor. Die Rinde ist relativ glatt mit vereinzelten Stacheln. Das Astwerk ist dünn.

Im Frühjahr blüht der Strauch mit zahlreichen weißen Blüten. Aus ihnen entstehen kleine grüne, bei Reife rote Beeren mit einem Steinkern.

Verwendung

Weißdorn als Heilpflanze

Weißdorn wird bereits seit dem Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Hier bei kommen grundsätzlich alle Teile des Strauchs zum Einsatz, wie Rinde, Blätter, Blüten und Früchte.

Weißdorn ist reich an Vitaminen und wirkt regulierend bei Herz- Kreislaufbeschwerden.

Ein Tee aus Weißdornblüten und/oder Blättern soll zudem gegen Unruhe und Ohrensausen helfen.

Weißdorn als Nahrungsmittel

Die Früchte werden zunächst entkernt.

Anschließend lassen sich daraus Aufstriche / Marmeladen oder Sirup herstellen.

Zudem wurden getrocknete Früchte als Mehl oder Süßigkeit verwendet.

Weißdorn kaufen

Du hast keine Weißdornpflanze im Garten, möchtest aber gerne Weißdorn zu Dir nehmen?

In Apotheken oder auch bei Amazon kannst Du Weißdorn Produkte bestellen.

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