Das Jahr hat gerade erst begonnen und trotzdem lege ich bereits die ersten Hochbeete an.

Warum, weshalb und wieso? Das erfahrt Ihr hier.

Im Winter Temperaturen bis zu 10 Grad

Nun will ich hier keine Diskussion zum Klimawandel etc anstoßen, aber es ist tatsächlich etwas zu warm für diese Jahreszeit.

Am 23.12. sowie auch am 31.12.19 konnte ich bei unseren Bienenvölkern teilweise regen Flugbetrieb feststellen – von wegen Wintertraube.

Da ich bislang keine Fläche für Gemüsebeete habe, versuche ich also so früh wie möglich zu beginnen.

Rasen in Beete verwandeln

Für die Neuanlage unserer ersten Beete habe ich mich für das doppelte Umgraben und die Anlage von Hochbeeten entschieden.

Hierzu empfehle ich Euch das Buch Mini Farming von Brett L. Markham.

Schritt 1 – Beetfläche markieren

Zunächst markiere ich mir die Fläche des gewünschten Beetes mit Richtschnüren.

Ideal sind Beete von etwa 120-150cm Breite, da ich hier von beiden Seiten insgesamt die komplette Breite mit den Händen erreichen kann ohne auf das Beet treten zu müssen.

Die Länge wähle ich nach Bedürfnis und Gegebenheit.

Schritt 2 – Einen Graben ausheben

Nun hebe ich einen ersten Graben aus. Dieser ist etwa so breit wie mein Spatenblatt und so lang wie die Beetbreite.

Zuerst entferne ich hierzu die Grassoden und lagere sie am Ende des markierten Beetes.

Dann hebe ich einen Spaten tief Erde aus und lagere sie auf einem zweiten Platz am Ende des Beetes.

Schritt 3 – Kompost einbringen

Nun fülle ich eine etwa 5cm dicke Schicht reifen Kompost in den Graben.

Diesen kann man zusätzlich noch mit einer Grabegabel in den Boden einarbeiten.

Hier spricht man dann vom doppelten Umgraben.

Schritt 4 – Der nächste Graben wird ausgehoben

Nun steche ich die Grassoden des zweiten Grabens, direkt neben bzw hinter dem ersten Graben aus und lege diese mit der Rasenfläche nach unten in den ersten Graben.

Dann hebe ich auch den zweiten Graben etwa spatentief aus. Das Erdreich gebe ich nun in den vorigen Graben.

Von nun an werden die Schritte wiederholt bis ich am letzten Graben angekommen bin.

Schritt 6 – Beet fertigstellen

Um den letzten Graben zu füllen, gebe ich nach der Kompostgabe die Grassoden des ersten Grabens in den letzten Graben.

Zu guter Letzt gebe ich dann noch die übrige Erde in den letzten Graben.

Nun wird alles glatt geharkt und ist somit für die Aussaat vorbereitet.

Fazit

Das händische Umgraben ist zwar arbeitsintensiv, aber es lohnt sich. Ich habe so von vornherein ein fertiges Saatbeet und kann bereits in der ersten Saison mit dem Gärtnern beginnen.

Zudem ist diese Art der Beete bodenschonend, da ich sie nicht mehr betreten muss, sie halten die Feuchtigkeit besser als ein ebenes Beet und sie können mit wenig Aufwand und ohne Maschinen bearbeitet werden.

Über meine persönlichen Erfahrungen werde ich berichten!

In einem früheren Artikel habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob Selbstversorgung überhaupt möglich ist.

Den Artikel findet ihr hier: Selbstversorgung – Geht das?

Mit meinen Beeten möchte ich nun die ersten Versuche starten.