Zurück zu den Wurzeln

Monat: Januar 2020

Buchvorstellung Anni und Alois – Arm sind wir nicht

Zur Zeit hält sich die Arbeit im Garten noch in Grenzen und so möchte ich die Zeit nutzen und Euch das Buch „Anni und Alois – Arm sind wir nicht“ vorstellen.

Wie viele Dinge braucht der Mensch?

Dieses Buch befasst sich mit dem Leben Des Ehepaares Anni und Alois.

Beide wohnen auf einem alten Bauernhof im Bayerischen Wald. Hier haben sie weder eine Heizung noch ein Bad mit fließend warmen Wasser. Sie besitzen kein Auto und fahren auch nicht in den Urlaub.

Glücklich mit dem einfachen Leben

Das Ehepaar führt ein sehr einfaches und bescheidenes Leben. Die Kosten für Versicherung sowie gesetzliche Pflichtausgaben bestreiten sie über die kleine Rente, die Anni erhält.

Während des Lesens und Betrachtens der Bilder, die Fotograf Stefan Rosenboom geschossen hat, bekommt man einen Einblick in das einfache Leben des Ehepaares.

Keine Heizung, nur der Küchenofen, der für Wärme sorgt. Kein fließend warmes Wasser, dafür hofeigenes Quellwasser.

Trotzdem hat man während des Lesens nie den Eindruck, dass die Beiden unglücklich wären.

Stattdessen liest man immer wieder Annis Worte „Arm sind wir nicht.“

Selbstversorgung

Auf dem Hof bauen die Beiden eine Menge Obst und Gemüse an und halten zudem noch Hühner, Enten, Gänse und Fasane.

Im Haus befinden sich in diversen Räumen Kühltruhen und Kisten, in denen die Ernten gelagert werden.

Darüber hinaus baut Anni sogar Tabak für ihren Mann Alois an, da er so gerne raucht.

Ein Zubrot durch Obstbaumveredelung und Kurse

Die schmale Rente bessert Anni auf, indem sie Obstbäume veredelt und hierzu Kurse gibt. Darüber hinaus verkauft sie hin und wieder ein Huhn oder eine Gans.

Glücklich ohne Konsum

In unserer Welt der Medien und des Konsum wirkt es kaum vorstellbar ein solches Leben zu leben und trotzdem glücklich sein zu können.

Ist es doch oftmals eher so, dass wir bestrebt sind immer mehr zu verdienen und hierdurch auch immer mehr zu konsumieren.

Auf der anderen Seite wünschen sich aber auch immer mehr Menschen einen Gang runterschalten zu können. So arbeiten viele darauf hin, nicht bis 67 arbeiten zu müssen oder die Arbeit in Teilzeit ausführen zu können.

Da gibt es Frugalisten, die in möglichst kurzer Zeit durch extreme Minimierung ihrer Ausgaben möglichst viel Geld beiseite legen möchten, um von ihrem Ersparten oder den Zinsen und Dividenden leben zu können.

Fazit

Wenngleich das Leben von Anni und Alois sehr einfach wirkt und es vermutlich nicht viele Menschen geben wird, die ein solches Leben anstreben, so können wir uns von ihnen doch inspirieren lassen.

Es braucht nicht unendlich viele materielle Dinge, um glücklich sein zu können. Es muss nicht immer das Neueste von allem sein.

Fragen wir uns doch einmal, ob ich all die materiellen Dinge bräuchte, wenn nur ich sie sehen könnte und niemand anders eine Meinung dazu hätte.

Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen.

Du findest auch Beiträge über Anni und Alois auf Youtube:

https://www.bild.de/video/clip/bild-am-sonntag/leben-wie-vor-100-jahren-37975822.bild.html

Hochbeete auf Rasen anlegen

Das Jahr hat gerade erst begonnen und trotzdem lege ich bereits die ersten Hochbeete an.

Warum, weshalb und wieso? Das erfahrt Ihr hier.

Im Winter Temperaturen bis zu 10 Grad

Nun will ich hier keine Diskussion zum Klimawandel etc anstoßen, aber es ist tatsächlich etwas zu warm für diese Jahreszeit.

Am 23.12. sowie auch am 31.12.19 konnte ich bei unseren Bienenvölkern teilweise regen Flugbetrieb feststellen – von wegen Wintertraube.

Da ich bislang keine Fläche für Gemüsebeete habe, versuche ich also so früh wie möglich zu beginnen.

Rasen in Beete verwandeln

Für die Neuanlage unserer ersten Beete habe ich mich für das doppelte Umgraben und die Anlage von Hochbeeten entschieden.

Hierzu empfehle ich Euch das Buch Mini Farming von Brett L. Markham.

Schritt 1 – Beetfläche markieren

Zunächst markiere ich mir die Fläche des gewünschten Beetes mit Richtschnüren.

Ideal sind Beete von etwa 120-150cm Breite, da ich hier von beiden Seiten insgesamt die komplette Breite mit den Händen erreichen kann ohne auf das Beet treten zu müssen.

Die Länge wähle ich nach Bedürfnis und Gegebenheit.

Schritt 2 – Einen Graben ausheben

Nun hebe ich einen ersten Graben aus. Dieser ist etwa so breit wie mein Spatenblatt und so lang wie die Beetbreite.

Zuerst entferne ich hierzu die Grassoden und lagere sie am Ende des markierten Beetes.

Dann hebe ich einen Spaten tief Erde aus und lagere sie auf einem zweiten Platz am Ende des Beetes.

Schritt 3 – Kompost einbringen

Nun fülle ich eine etwa 5cm dicke Schicht reifen Kompost in den Graben.

Diesen kann man zusätzlich noch mit einer Grabegabel in den Boden einarbeiten.

Hier spricht man dann vom doppelten Umgraben.

Schritt 4 – Der nächste Graben wird ausgehoben

Nun steche ich die Grassoden des zweiten Grabens, direkt neben bzw hinter dem ersten Graben aus und lege diese mit der Rasenfläche nach unten in den ersten Graben.

Dann hebe ich auch den zweiten Graben etwa spatentief aus. Das Erdreich gebe ich nun in den vorigen Graben.

Von nun an werden die Schritte wiederholt bis ich am letzten Graben angekommen bin.

Schritt 6 – Beet fertigstellen

Um den letzten Graben zu füllen, gebe ich nach der Kompostgabe die Grassoden des ersten Grabens in den letzten Graben.

Zu guter Letzt gebe ich dann noch die übrige Erde in den letzten Graben.

Nun wird alles glatt geharkt und ist somit für die Aussaat vorbereitet.

Fazit

Das händische Umgraben ist zwar arbeitsintensiv, aber es lohnt sich. Ich habe so von vornherein ein fertiges Saatbeet und kann bereits in der ersten Saison mit dem Gärtnern beginnen.

Zudem ist diese Art der Beete bodenschonend, da ich sie nicht mehr betreten muss, sie halten die Feuchtigkeit besser als ein ebenes Beet und sie können mit wenig Aufwand und ohne Maschinen bearbeitet werden.

Über meine persönlichen Erfahrungen werde ich berichten!

In einem früheren Artikel habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob Selbstversorgung überhaupt möglich ist.

Den Artikel findet ihr hier: Selbstversorgung – Geht das?

Mit meinen Beeten möchte ich nun die ersten Versuche starten.

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